Agnese Dubova (Ventspils)

Einsatz der Konstruktionsglossare bei der Erstellung der Textsorten auf Deutsch von lettischen Studierenden

Bei der Erstellung eines fremdsprachlichen Textes spielen verschiedene Faktoren sowie die muttersprachliche und fremdsprachliche Texterschließung als auch die Sprachkompetenz bezüglich der Rechtschreibung, Grammatik und Lexik und die Formulierungserfahrung und -hilfen eine wichtige Rolle. Zur Texterschließung werden die Textsorten in der Muttersprache und Fremdsprache in Bezug auf die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede behandelt und daraus Konsequenzen gezogen. Zur Erstellung einer fremdsprachigen Textsorte werden auch unterschiedliche Informationsquellen herangezogen, z. B.  gedruckte und elektronische zweisprachige und einsprachige lexikographische Quellen, Paralleltexte u.a.
Im vorliegenden Vortrag werden die Einsatzmöglichkeiten der Konstruktionen aus den authentischen Texten bei der Produktion des Berichts und der Hausarbeit auf der deutschen Sprache von lettischen Studierenden dargelegt.
Bei der Erstellung des Berichts werden die ausgewählten und beschriebenen Konstruktionen aus dem Glossar zum deutschem Textkorpus verwendet, der im Rahmen des EU-Projektes „Konstruktionsglossare im Fachsprachenlernen – Deutsch, Estnisch, Lettisch, Litauisch”(KoGloss) erstellt  worden ist. Im Weiteren werden die Gebrauchsmöglichkeiten dieser Konstruktionen in den studentischen Texten ausgewertet.
Als Nächstes wird erprobt, zusammen mit den Studenten den deutschen Korpus zur Wissenschaftssprache anzulegen, die Konstruktionen mit dem kostenlosen Programm AntConc statistisch herauszufiltern und sie nach einem einheitlichen Muster in dem Glossar auf der Lernumgebung Moodle zu beschreiben, zu ergänzen, zu kommentieren und zu bewerten. Das ermöglicht für die Studenten, diese Konstruktionen bei der Gestaltung der Hausarbeit auf der deutschen Sprache zu benutzen. Dabei lernen die lettischen Studierenden eine Methode, um neue fachsprachliche Domäne in der deutschen Sprache schnell und zielgerichtet zu erschließen. Es wird erwartet, dass die Fähigkeit der Studierenden, fremde Sprache zu analysieren, gesteigert wird und dass sie diese Methode in ihrer Weiterbildung und im Berufsleben nutzen werden.